Zwischen Pommes und Plenarsaal – unser Tag in Brüssel

4:40 an einem Mittwochmorgen. Während ganz Köln noch tief und fest schläft, steigen wir in die Busse, die uns an unser Ziel bringen sollen. Denn heute fährt die 10. Stufe in aller Frühe nach Brüssel, um dort ins Europaparlament zu strömen.
Nach einer vierstündigen Anreise, bei der niemand so wirklich den verlorenen Schlaf nachholen konnte, ging es direkt ins Parlament.

Nach einer kurzen Sicherheitskontrolle begann auch schon die Führung. Zuerst ging es in einen Raum, in dem uns erklärt wurde, wie EU-Politik funktioniert. Danach konnten wir in den Plenarsaal gehen, wo uns der Parlamentsführer erklärte, wie das Dolmetschen funktioniert. Denn in den Sitzungen werden alle Reden in der eigenen Landessprache gehalten und nicht einfach auf Englisch. Deshalb gibt es für jede Sprache Dolmetscher, die alles innerhalb von Sekunden in alle möglichen Sprachen übersetzen – und das auch noch mit einer Genauigkeit von etwa 97%!! Auch wenn der Parlamentsführer sich alle Mühe gab, die Führung anschaulich und unterhaltsam zu gestalten, gelang es ihm nicht ganz und einige nutzten seine Vorträge eher als Gelegenheit, um ihren Schlafmangel vom frühen Aufstehen auszugleichen…

Nachdem wir genug vom EU-Parlament gesehen hatten, ging es ab in die Innenstadt! Auf dem Weg dorthin spazierten wir durch den Brüsseler Stadtpark und konnten einen kurzen Blick auf den Palast der Königsfamilie werfen. Viel Zeit zum Bewundern blieb aber nicht, denn wir hatten einen straffen Zeitplan, an den wir uns halten mussten.

Auf dem Grande Place teilten sich dann unsere Wege und wir zogen in Kleingruppen los, um Brüssel unsicher zu machen. Die meisten suchten zuerst nach etwas Essbarem. Belgische Pommes gab es schließlich an jeder Ecke. Doch Brüssel kann mehr als nur Pommes – an den Straßenrändern reihten sich auch viele internationale Gerichte, die den einen oder die anderen überzeugten. Was auf keinen Fall fehlen darf, sind die berühmten Brüsseler Waffeln. Unserer Meinung nach das Highlight des Tages! Frisch gestärkt ging es danach weiter durch die Straßen, vorbei an kleinen Geschäften, Souvenirläden und belebten Plätzen. Immer wieder gab es etwas Neues zu entdecken, so dass die Zeit fast wie im Flug verging. Allzu lang konnten wir uns allerdings nicht treiben lassen – schließlich mussten wir rechtzeitig um 16:15 Uhr wieder am vereinbarten Treffpunkt sein.

Von dort aus ging es gemeinsam zurück zu den Bussen und schließlich auf den Rückweg nach Köln. Trotz des frühen Aufstehens und einiger müder Gesichter war der Tag in Brüssel eine gelungene Mischung aus EU-Politik und frankophoner Kultur. Uns wird er auf jeden Fall in sehr guter Erinnerung bleiben!
Salma Lahmoumi und Grace Geuer, 10 b