Schülerpressekonferenz mit dem neuen OB

Hier ein Einblicke der Schülerpressekonferenz von Luzie Hundeck (7c)Madita Hüging (8c) und Olivia Fredrich (10 b)

Am Mittwoch, dem 10.12.2025, durfte ein Teil unserer Schülerzeitung theophNEWs an einer Pressekonferenz zusammen mit anderen Schülerzeitungen teilnehmen. Dabei haben wir den neuen Oberbürgermeister Torsten Burmester der Partei SPD getroffen und ihm Fragen gestellt. Die ganze Aktion fand im Rahmen des „Tags der Jugend“ im Rathaus statt.
Als wir ankommen, warten wir erstmal ein wenig, bis wir hereingerufen werden. Es sind noch viele andere Gruppen da. Dann werden wir in den Saal geführt, wo uns unsere Plätze zugewiesen werden. Dort warten wir noch circa 5 Minuten und jetzt kommt der OB in den Raum.
Im Ratssaal der Stadt Köln, in dem es erst ein lautes Stimmengewirr gab, tritt Stille ein, als der Oberbürgermeister hereinkommt. Er begrüßt alle Schülerzeitungen von den verschiedensten Schulen Kölns einzeln und dann geht es auch schon los mit dem ersten Programmpunkt des Tages: Immer zwei Schülerinnen und Schüler aus jeder anwesenden Schule dürfen sich in das Gästebuch der Stadt Köln eintragen.

Auch ich war mit dabei. Als eine der Vertreterinnen durfte ich sogar vorne in der ersten Reihe sitzen. Ich glaube, viele waren vorher nervös, ich auch. Als es dann anfing, wurde jede Schülerzeitung vorgestellt, sie kamen aus acht verschiedenen Schulen. Danach durften sich zwei aus jeder Schule ins Gästebuch der Stadt Köln eintragen.
Die Anwesenden machen fleißig Fotos und Videos, wenn ihre Mitschüler gerade dran sind. Als Karl und Madita sich für unsere Schule ins Gästebuch eintragen, machen auch wir Fotos und kurz danach haben alle Schulen ihre Namen eingetragen und es geht weiter. Jede Schule hatte im Voraus 1-2 Fragen vorbereitet, die sie dem OB stellen wollen und die Moderatoren vom BSV (Bundesschülervertretung) organisieren das Ganze.

Manche Fragen entfachen eine Diskussion, da sie viele Nachfragen von anderen nach sich ziehen. Der OB macht einen guten Eindruck, es erscheint einem, als hätte er sich für viele Sachen einen Plan überlegt. Die Gespräche beziehen sich auf Obdachlosigkeit, Wohnungsbau und Miete, die KVB und vieles mehr.
Dabei hat man einen guten Eindruck bekommen, was auch Thema für andere Schulen war, viele die auch uns beschäftigen und nicht unbekannt sind. Herr Burmester nahm sich für jede Frage Zeit, sie ausführlich zu beantworten. Besonders die Themen Brennpunkt/Drogenkonsum in der Umgebung von Schulen und was dagegen getan werden soll, standen im Vordergrund.
Während eine Schülerin vom Humboldt Gymnasium fragt, wer der Kindheitsheld vom OB war, nämlich der Handballer Manfred Hofmann, fragt unsere Schule, was er von der Aussage des Bundeskanzlers über das „Stadtbild“ hält. Laut Herrn Burmester ist dies eine unsinnige Aussage, denn man sollte keine Menschen ausgrenzen. Es werden weitere Fragen von den anderen Schulen gestellt, unter anderem, was er für mehr Wohnraum in Köln tun möchte oder was gegen Verspätungen u.ä. von der KVB getan werden kann. Herr Burmesters Plan: Tunnel. Man merkt zwar, dass er weiß, was er will und dies sobald wie möglich in die Tat umsetzen möchte. Doch frage ich mich, ob das mit den Tunneln ein guter Plan ist, wenn man bedenkt, dass die andere Großbaustelle der KVB nach dem Einsturz des Archivs immer noch befand liegt…
Nach der ersten Runde gibt es eine kleine Pause, wo der OB uns Fragen stellt, über die wir dann abstimmen. Dafür bekommt jeder eine Karte, die auf der einen Seite grün und auf der anderen Seite rot ist, für ja und nein. Damit alle das System verstehen, stellt Herr Burmester eine Probefrage: Wer von euch mag Schokolade? Man sieht, dass der Großteil des Saals die grüne Seite nach vorne hält, was bedeutet, dass sie für „ja“ stimmen. Danach beginnt er mit der ersten richtigen Frage: Wer ist dafür, dass an den Schulen ein allgemeines Handyverbot verordnet wird? Hierbei zeigt die Mehrheit rot, aber es gibt auch einige Schüler, die dafür wären.

 

Die Antworten waren meistens sehr unterschiedlich, einmal aber sehr deutlich, bei der Frage ob Köln sich als Standort für die Olympischen Spiele bewerben sollte. Was würdet ihr stimmen? Im Saal war das Ergebnis deutlich, fast alle waren dafür.
Bei der nächsten Frage gehen die Meinungen auseinander: Sollte Social Media erst ab 16 erlaubt sein? Man sieht sowohl rote als auch grüne Karten, was zeigt, dass viele hier unterschiedlicher Ansicht sind. Die Ergebnisse überraschen einen teilweise, z.B. stimmte die Mehrzahl der Teilnehmenden für ein Social Media Verbot für unter 16 jährige.
Aber bei der letzen Frage ist das Ergebnis ziemlich klar! Der OB fragt, wer bereit wäre, eine sogenannte Dienstpflicht freiwillig einzugehen, also keine direkte Wehrpflicht, sondern allgemein eine Verpflichtung für den Staat, z.B. bei der Bundeswehr oder auch ein FSJ. Der Großteil aller Schülerinnen und Schüler stimmt hier für nein!

Dann ging es direkt weiter mit der zweiten Fragerunde. Auch wieder sehr viele Fragen zu unterschiedlichen Themen, die vielen wichtig waren, jetzt wird auch diskutiert und es gibt oft Rückfragen. Diesmal sind die Themen wieder sehr unterschiedlich. Die Zeit vergeht wirklich schnell und am Ende ist alles sehr knapp. Trotzdem konnte jede Frage gestellt und beantwortet werden.
Zum Schluss gibt es noch eine offene Fragerunde, wo alle nochmal fragen können, was sie wollen. Auch ich frage etwas.

Anschließend geht es runter in den Lichthof, wo wir erst ein großes Gruppenfoto machen und dann etwas essen (es gibt Brötchen, Kuchen und Wasser). Jetzt werden auch Einzelgespräche und Fotos mit dem OB gemacht.

Diese Schülerpressekonferenz war eine tolle Erfahrung für alle. Man hat einen guten Eindruck von unserem neuen OB bekommen. Mein Eindruck war, dass es ihn wirklich interessiert, was die Themen von Jugendlichen sind und er auch wirklich vor hat, Dinge zu ändern und etwas zu tun.