Polenaustausch 2025

Am 26. Oktober 2025 geht es los. Alle ausgewählten Schüler der 10. Klassen aus der KTS versammeln sich am Kölner Hauptbahnhof. Auf der Fahrt ist es entspannt und alle sprechen miteinander, gespannt auf die polnischen Austauschschüler, die wir in Vlotho kennenlernen werden. Nach einer Odyssee mit zu spät kommenden Zügen und dümpelnden Bussen erreichen wir endlich Vlotho und lernen Herrn Schüsselbauer kennen, der uns die nächsten Tage begleiten wird, sowohl in Berlin als auch bei den Workshops in Vlotho. Mit ihm zusammen gehen wir in unsere Unterkunft und treffen zum ersten Mal die Schülerinnen und Schüler aus Mikołów. Nach einem gemeinsamen Abendessen gibt es noch ein kleines Kennenlernspiel, bei dem wir auf Polnisch Fragen stellen sollten und die polnischen Schüler auf Deutsch. Danach heißt es: Zimmer beziehen und gute Nacht!

Der erste Tag startet mit einem Frühstück. Nach kurzer Freizeit beginnen wir mit unserem ersten Workshop. Jeweils zwei Deutsche kommen mit einem Schüler aus Polen zusammen und stellen sich erst einmal gegenseitig und dann im gesamten Plenum vor. Danach bekommen wir in Kleingruppen ein Thema  (z. B. Konflikte auf der Welt) und bereiten dazu kurze Präsentationen vor und halten sie später.

Nach einer kurzen Mittagspause  erkunden wir Vlotho und können einkaufen und anschließend eigenständig zur Jugendherberge zurückkehren.
Dort gibt es Abendessen und wir haben Freizeit! Während einige lieber auf ihren Zimmern bleiben, ist der Großteil im Gemeinschaftsraum.

Manche spielen Billard, andere Tischtennis und manche unterhalten sich einfach und lernen kennen. Auch auf den Zimmern wird weiter gequatscht – bis um 23 Uhr Bettruhe ist…

Wir schlafen ein – gespannt auf das, was am nächsten Tag kommen sollte!

Unser zweiter Tag in Vlotho startet ähnlich wie der erste: gemeinsames Frühstück, danach ein weiterer Workshop. Wir werden in verschiedene Gruppen aufgeteilt, alle mit dem Namen einer europäischen Hauptstadt. Es gibt insgesamt sechs Stationen. Während die Gruppe „Paris“ europäische Kennzeichen erraten muss, entziffert „Rom“ die Sprachen auf Zeitschriften. Alle Stationen drehen sich rund um das Thema Europa. Nachdem alle Stationen von jeder Gruppe bewältigt worden sind, werden wir noch einmal in neue Gruppen eingeteilt und bekommen Zeit, um eine Präsentation zum Thema „Unsere Zukunft in 2040“ und „Berlin“ vorzubereiten. Dabei können wir uns kreativ austoben. Einige Gruppen erstellen ein Video, andere eine PowerPoint-Präsentation. Am Abend werden die Koffer für den nächsten Tag gepackt, denn es geht los nach Berlin!
Wir stehen am nächsten Morgen schon um 6 Uhr morgens auf, um uns für die Fahrt nach Berlin fertig zu machen. Wir versammeln uns draußen und laufen zum Bus, der uns zum Bahnhof bringt. Bis wir endlich am frühen Abend am Berliner Hauptbahnhof ankommen, liegt eine Odyssee aus mehrmaligem Umsteigen und langen Wartezeiten an kleinen Bahnhöfen hinter uns. In Berlin ist unser Hotel ist jedoch auch noch 40 Minuten von der Innenstadt entfernt, also steigen wir in den nächsten Zug, fahren bis zur Endstation und steigen dann wieder um, damit wir an der Station, von wo wir zu unserem Hotel laufen, endlich aussteigen können…
Angekommen im Hotel, gehen wir müde auf unsere Zimmer und machen uns fertig, um wieder in die Innenstadt zum Alexanderplatz zu fahren und etwas zu Abend zu essen. Danach geht es noch zum Brandenburger Tor, es werden Gruppen- und Einzelfotos gemacht und laut mit dem Straßensänger, der zufällig direkt am Brandenburger Tor steht, gesungen. Danach geht es wieder zurück zum Hotel und wir fallen alle müde ins Bett.

Der erste Tag in Berlin startet mit Pancakes im Meininger Hotel – dank der genialen Pancake-Maschine. Danach fahren wir mit Herrn Dr. Schüsselbauer zum Alexanderplatz. Weil es regnet, landen wir im Alexa und bekommen Zeit zum Shoppen und Mittagessen. Einige Stunden später geht es schon in den Bundestag, wo wir zuerst einen Einblick in die Arbeit des Parlaments bekamen. Der Beauftragte erklärte uns, wie Debatten ablaufen, welche Aufgaben die Abgeordneten haben und wie Entscheidungen im Plenarsaal getroffen werden.

Danach haben wir ein Gespräch mit einem Vertreter der Grünen, bei dem wir Fragen stellen können – von seinem Arbeitsalltag bis hin zu aktuellen politischen Themen. Nach einem letzten Blick von der Kuppel des Bundestags geeignete auf Berlin, ist unser Besuch dort schon beendet und abends heißt es dann: Freizeit und Abendessen bei Slim chickens und Munchies!

Am Freitag besuchen wir zuerst das Jüdische Museum, wo wir eine spannende Führung zur jüdischen Geschichte bekommen. Wir werden in deutsch- und polnischsprachige Gruppen aufgeteilt. Die deutsche Tourführerin erzählt uns viele interessante Dinge, zum Beispiel, dass die Architektur des Museums sehr speziell gestaltet ist, um zu zeigen, wie sich die Juden früher gefühlt haben. Von oben sieht dieses Gebäude nämlich aus wie ein aufgerissener Davidstern. Es ist uneben gestaltet und trägt eine Art Narben, genau wie die Geschichte des Judentums.

Nach der Führung haben wir etwas Freizeit und können in der Mall of Berlin shoppen oder uns etwas zu essen holen. Am Nachmittag besuchen wir das Mauer-Dokumentationszentrum, wo wir mehr über die Berliner Mauer erfahren. Unser Tourguide erzählt uns Geschichten über Menschen, die versucht hatten zu fliehen, und zeigt uns genau, wo die Mauer früher stand.

Den Abend dürfen wir dann frei gestalten. In gemischten deutsch-polnischen Gruppen erkunden wir die Stadt, probieren verschiedene Berliner Food-Spots aus und genießen den letzten Abend in Berlin. Die Berliner Innenstadt ist sehr voll, da an dem Tag auch Halloween ist und man viele kostümierte Gestalten sieht. Später treffen wir uns alle noch einmal im Hotel, um den letzten Abend gemeinsam zu verbringen und die gemeinsame Woche zu reflektieren. Trotz kleiner Komplikationen wird es noch ein schöner und gemütlicher Abschluss unserer Woche in Berlin!

Auf der Rückfahrt nach Köln ist die Laune gut, da alle sich auf zuhause freuen. Unsere neuen polnischen Freunde müssen erst später los als wir und fahren mit dem Bus zurück in ihre Heimat. Viele von uns schreiben sich jetzt schon mit ihnen in der WhatsApp Gruppe, die wir erstellt haben. Hoffentlich bleiben die neuen Kontakte bestehen, auch wenn fürf uns alle härter wieder der Schulalltag beginnt.

Olivia Fredrich, Lara Hudaszek-Hamad, Paula Schwanitz und Ida Lang, 10 b