Oper erleben statt nur davon hören

Oper – das klingt für viele erstmal ungewohnt oder vielleicht sogar ein bisschen altmodisch. In diesem Schuljahr hat sich aber bereits in zwei Aufführungen gezeigt, dass das überhaupt nicht stimmt. 
Mit einem Opern-Abo konnten Schülerinnen und Schüler der KTS zum ersten Mal gemeinsam mit Frau Grabarz drei Aufführungen der Oper Köln besuchen und zahlen dafür insgesamt nur 24 Euro. Gespielt wurde und wird im Staatenhaus Köln, wo die Oper zurzeit ihre Vorstellungen zeigt.
Der erste Besuch führte uns kurz vor Weihnachten in La Cenerentola von Gioachino Rossini, eine witzige und zugleich berührende Version des Aschenputtel-Märchens. Kurz vor den Osterferien folgte Le Nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart, eine turbulente Komödie über Liebe, Intrigen und jede Menge Verwirrung.
Schon beim Betreten des Staatenhauses merkt man, dass Oper hier ein besonderes Erlebnis ist. Das Gebäude ist kein klassisches Opernhaus, sondern wirkt eher wie eine große, offene Halle – und genau das sorgt für eine spannende und etwas andere Atmosphäre. Im Publikum sitzen viele Jugendliche aus verschiedenen Schulen, aber auch ganz „normale“ Opernbesucher. Dadurch entsteht eine bunte Mischung, die für eine lebendige Stimmung sorgt. Am Ende wurden beide Aufführungen mit großem Jubel gefeiert, und bei „Figaros Hochzeit“ sogar mit lautem Fußstampfen.
Besonders beeindruckend sind auch die Inszenierungen: Jede Oper wirkt ganz anders auf der Bühne, mit aufwendig gestalteten Bühnenbildern und oft überraschenden Ideen. Die Kostüme sind teilweise richtig prachtvoll und helfen dabei, die Figuren lebendig werden zu lassen. In „Figaros Hochzeit“ gab es sogar einen echten Schäferhund auf der Bühne.
Man sollte allerdings nicht unterschätzen, wie lang so ein Opernabend sein kann: „Figaros Hochzeit“ dauerte zum Beispiel etwa dreieinhalb Stunden. Damit man trotzdem gut in die Geschichte findet, gibt es vorher oft eine freiwillige Einführung, die beim Verständnis hilft. Und auch während der Aufführung muss man keine Angst haben, etwas nicht zu verstehen: Der Text wird dezent auf Bildschirmen mit angezeigt, sodass man der Handlung problemlos folgen kann.
Vor uns liegt noch ein weiteres Highlight: Turandot von Giacomo Puccini. Gleichzeitig lohnt sich auch ein Blick in die Zukunft, denn in der nächsten Spielzeit soll die Oper wieder in das renovierte Opernhaus am Offenbachplatz zurückkehren.
Das Schüler-Abo zeigt auf jeden Fall, dass Oper alles andere als langweilig ist. Sie ist laut, emotional, manchmal lustig und oft einfach überwältigend. Wer also Lust auf großartige Musik und besondere Abende hat, sollte die Chance nutzen und in der nächsten Spielzeit unbedingt dabei sein. 🎭
Manchmal gibt es auch noch kurzfristig Karten, wenn jemand verhindert oder krank ist. Meldet euch bei Interesse gerne jetzt schon per Teams bei Frau Grabarz.