KTS Alaaf!!! Beatle for one day…

An der KTS gibt es jedes Jahr eine Karnevalsfeier für die 5. – 7. Jahrgangsstufe in der Aula. Alles wird von Schülerinnen und Schülern ganz alleine organisiert. Hier erzählen euch drei Schülerreporterinnen, wie die Feier aus den Augen der Organisatorinnen (Madita), dem Publikum (Luzie) – und einem Star auf der Bühne (Ana Lucía) war. Für Ana Lucía fing es schon ein paar Tage vorher an:

Vorsichtig gehe ich den Gang zur Aula lang. Mein Ziel: das Casting für unsere Schul-Karnevalsfeier. Nervös gehe ich rein und merke, dass außer mir, einem anderen Mädchen und den SV-Leuten niemand da ist. Ich werde gefragt, ob ich mich bewerben will und, ob das andere Mädchen und ich zusammen auftreten. Wir treten nicht zusammen auf und ich frage sie, was sie machen möchte. „Ich spiele Klavier”, erklärt sie mir und ich erzähle, dass ich singen möchte.
Als sich die SV organisiert hat, werden wir gefragt, wer anfangen will. Das andere Mädchen, Emilia, meldet sich freiwillig und ich bin erleichtert. Sie wird nach Namen und Klasse gefragt, und was sie machen möchte. Als sie schließlich am Klavier spielt, finde ich es wunderschön und als sie fertig ist, bin ich dran. Nervös gehe ich Richtung Bühne und werde ebenfalls befragt: „Ich bin Ana Lucía aus der 7c und ich würde gerne singen”, erkläre ich rasch und werde nach dem Namen vom Lied gefragt und ob ich ein Playback brauche. Nachdem ich beide Fragen beantwortet habe (das Lied heißt „Hey, Soul Sister“ und ich brauche kein Playback), gehe ich auf die Bühne und bekomme ein ausgeschaltetes Mikrofon in die Hand gedrückt. Ich fange an zu singen und als ich fertig bin, werde ich gefragt, ob ich doch nicht lieber mit Playback singen möchte. Ich möchte, und deshalb singe ich noch einmal, und weil mich das Playback ein bisschen verwirrt hat, möchte ich zu Hause noch mal üben.
In der Jugz-Pause tanze ich an diesem Tag mit meinen Freundinnen „Cotton Eye Joe“, was Merle von der SV sieht, und uns fragt, ob wir Weiberfastnacht nicht tanzen wollen. Zu dritt geht das aber schlecht und deshalb fragen wir Lilith und Yoko, ob sich nicht auch mittanzen wollen.

Zwei Wochen später am Donnerstag ist es so weit: Jetzt ist Weiberfastnacht und wir treffen uns in den ersten beiden Stunden mit dem Elferrat zur Generalprobe. Yoko hat sich kurz nach dem Casting verletzt und ich tanze doch mit, und wir proben die ganze Zeit, während der Elferrat mit Aufbauen beschäftigt ist, den Tanz.

Im Elferrat sitzt auch Madita, die alles zusammen mit der SV organisiert hat…
KTS Alaaf! Das heißt es an Weiberfastnacht bei uns in der Schule. Schon ab der ersten Stunde sind die Mitglieder der SV und des Elferrates in der Aula um alles vorzubereiten. Auch die die etwas aufführen sowie die Technik sind schon dort, damit am Ende alles passt. Tische auf die Bühne, Lichtprobe, Text… Am Ende muss alles sitzen. In der dritten und vierten Stunde wird nämlich die Karnevalsfeier für die Unterstufe stattfinden. Dafür braucht es viel. Und alles wird von anderen Schülern organisiert. Ich bin auch dabei. Wir bauen auf, Proben und Schmücken. Alle freuen sich. Wir sind auch natürlich alle verkleidet.

Ana Lucía übt derweil  immer noch mit ihren Mädels, aber viel Zeit ist nicht mehr…
Wir bekommen Bescheid, wann wir dran sind und planen, wie wir das am besten machen. Kurz bevor die Sitzung anfängt, singe ich noch einmal, und erfülle Lilith den Wunsch, einmal für sie zu singen. „Du warst toll!”, meint sie und inzwischen beginnt sich die Aula zu füllen. Ich gehe noch mal nach hinten ins Publikum und sage meiner Klasse und meiner Deutschlehrerin „Hallo“. Ich sehe, dass Enea sein John-Lennon-Schild umgehängt hat. Jetzt werde ich wirklich nervös, denn mittlerweile ist die Aula richtig voll.

Für die Moderation hat sich die SV etwas richtig Gutes ausgedacht. Madita:
Schneller als gedacht kommt schon die dritte Stunde. Die Unterstufenschüler versammeln sich in der Aula. Der Elferrat, zu dem ich auch gehöre, wartet vor der Aula auf den Einmarsch. Wir sehen viele tolle Kostüme: Wolken, Tiere, Dinos, Filmfiguren, Bauarbeiter, eigentlich alles Mögliche.

Dann geht es los. Wir laufen durch die Aula und alle gehen auf ihre Plätze auf der Bühne. Maike und Merle, die die Moderation übernehmen, begrüßen alle. Sie haben sich ein tolles Programm ausgedacht, welches die Zeit zwischen den einzelnen Programmpunkten füllt. Die Grundgeschichte handelt davon, dass Merle zum ersten Mal in Köln ist, und Maike sie durch den Karneval führt. Schnell kommt der erste Programmpunkt. In der Geschichte die Philharmonie, auf der Feier Emilia mit einer wunderschönen Klavierdarbietung. Sie bekommt wie alle einen Orden verliehen, der von der SV gebastelt wurde.

Luzie ist auch aus der 7c, aber hier sitzt sie im Publikum und schaut sich die Darbietungen ihrer Freundinnen an:
Wir drängen uns in die Aula, zusammen mit den kompletten Stufen 5 – 7. Es ist supervoll und laut und wir beeilen uns, einen Sitzplatz zu finden. Alle müssen noch einige Minuten warten, aber dann geht es los. Die beiden Moderatorinnen begrüßen uns und starten mit ihrem Programm. Erstmal wird der Elferrat vorgestellt und begrüßt. Als erste Nummer bekommen wir ein selbst komponiertes Klavierstück zu hören. Es ist sehr schön.
Danach singen und tanzen wir alle „Pirate“ und „Stadt met K“ von Kasalla. Anschließend singt Ana Lucía aus der 7c „Hey, Soul Sister“ und dann tanzen sie, Johanna, Viola und Lilith (auch aus der 7c) „Cotton Eye Joe“. Alle machen es supergut und die Stimmung in der Aula ist sehr gut, viele sind sehr aufgedreht und alle sind gut gelaunt.

Und Madita:
Danach wieder Dialog und Geschichte von Maike und Merle. Es geht um Träume und Seelenverwandte. Dazu passend singt Ana Lucía „Hey Soul Sister“.

Und so sieht das Ganze aus Ana Lucías Sicht von der Bühne aus:
Noch eine Ansage und dann gehe ich auf die Bühne und fange an zu singen. Ich sehe im Publikum Freundinnen im Takt winken und höre das Publikum, als es beim „Hey” vor jeder Strophe anfängt, im Takt zu klatschen. Es fühlt sich super an und als ich wieder zu Viola spazieren möchte, werde ich aufgehalten und bekomme Applaus. Ich verbeuge mich und mein Paul-McCartney-Schild berührt den Boden.

Jetzt gehe ich zu Viola und höre auch schon, dass wir wieder angesagt werden. Und jetzt gehen wir, verkleidet als zwei Piratinnen, Herzkönigin und Paul McCartney, auf die Bühne. Als die Musik einsetzt, beginnen wir zu tanzen. Ich bin verwirrt – den Tanz erst heute zu üben war wohl doch keine so gute Idee. Schließlich geben wir das Stoppzeichen und uns werden unsere Orden umgehängt. Mein Orden zeigt den Kölner Dom und hat die Aufschrift KTS Alaaf. Wir gehen wieder auf unsere Plätze und genießen den Rest der Show.

Und der kann sich sehen lassen! Denn es gibt noch eine Überraschung, wie Madita erzählt:
Als letzten Programmpunkt wird Merle in der Geschichte an die KTS geführt. Drei Referendare haben ein Quiz, moderiert von Herr Düren, vorbereitet. Die Schülis gegen Refis. Die Schüler führen nach dem Quiz, danach müssen zwei aus dem Elferrat gegen zwei Refis einen Parcours machen. Grit und ich melden uns. Wir müssen uns einen Luftballon zwischen die Rücken klemmen und durch einen Slalom laufen. Die Refis legen vor. 17 Sekunden. Am Ende schaffen Grit und ich es trotzdem. 14 Sekunden! Die Schülis gewinnen deutlich, auch durch das hoch gewonnene Quiz.

Auch Luzie gefällt das Quiz besonders gut:
Anschließend überraschen uns die Referendare mit einem Quiz: „Refis vs. Schülis“. Erst gibt es ein „Liedtext erraten“, wo wir (die Schülis) klar gewinnen. Im zweiten Durchgang müssen wir dann kölsche Begriffe raten. Beide Parteien schlagen sich gut. Danach gibt es noch einen Parkour, den Frau Gräber und Frau Wagner mit 17 Sekunden und zwei Schülerinnen aus dem Elferrat mit 14 Sekunden absolvieren. Ein klarer Gesamtsieg für die Schülis also!
Als letztes singen wir noch gemeinsam „Unser Stammbaum“ von Bläck Föös. Anschließend dürfen wir alle nach Hause gehen und fleißig Karneval feiern.
Luzie Hundeck, 7c

Als die Sitzung dann vorbei ist, bin ich froh. Froh darüber, ein Beatle für einen Tag gewesen zu sein.
Ana Lucía Carrión Ehrhardt, 7c

Alle hatten richtig Spaß, es war richtig gute Stimmung.
Alaaf!
Madita Hüging 8c