Unsere Schule ist eine Schule der Vielfalt. Und da ist es natürlich wichtig, den IDAHOBIT und den Pride Month zu feiern. Das wird heute, am Mittwoch, dem 10.6.26, bei und an der KTS, besonders begangen. Musik schallt über den Schulhof und mehrere 5.-Klässlerinnen und -Klässler sind eifrig dabei, einen bunten Regenbogen auf das Pflaster zu pinseln.

„Keine Angst, das geht dann mit der Zeit von Regen und dem Darüberlaufen wieder ab“, zwinkert Herr Wender uns zu, der dabei steht und sich mit uns an den bunten Farben freut. Wir fragen Herrn Wender: „Wie sind sie auf diese Aktion gekommen?“ Er antwortet: „Wir hatten so eine Aktion vor ein paar Jahren schon einmal gemacht. Dieses Jahr haben wir in einer Gruppe von Schülerinnen und Lehrern nach Ideen gesucht und es wurde vorgeschlagen, das noch einmal zu machen.“

Wir gehen weiter zu unserem Schulsozialarbeiter, Herrn Cakar, der gemeinsam mit anderen diese Aktion heute organisiert hat. Auf unsere Frage antwortet er:„Der IDAHOBIT ist ein Tag gegen Homo- und Transphobie. Der Name ist eine Abkürzung für: ,International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia‘. Er soll zeigen, dass jeder so sein darf, wie er ist. Das eigentliche Datum war letzten Samstag, doch wir feiern ihn quasi nach und es passt ja auch, da der Juni ja generell der Pride Month ist.“ Wir sind neugierig und wollen wissen: „Warum macht unsere Schule überhaupt etwas zu dem Tag und andere Schulen nicht?“ „Unsere Schule macht bei einer Art Projekt von mehreren Schulen mit. Wir wollen eine Rote Karte gegen Homophobie zeigen. Diese Info-und Mitmachaktion ist quasi unser Beitrag dazu. So wollen wir ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz setzen und anderen zeigen, dass sie nicht allein sind. Warum schaut ihr nicht bei Herrn Wender und unserem Infostand vorbei?“ Gesagt, getan. Wir gehen zu dem Infostand, wo mehrere Schülerinnen sitzen. Auf die Frage, warum sie heute dabei sind, antworten sie: „Wir wollen gerne helfen, darauf aufmerksam zu machen, dass Homophobie nach wie vor unsere Gesellschaft prägt und wir dringend etwas dagegen tun müssen. Wir wollen heute zusammen die Vielfalt feiern.“

Wir sehen uns noch ein bisschen weiter um. Als wir schließlich wieder hochlaufen in unsere Klasse, werfen wir noch einen Blick auf den Regenbogen auf dem Schulhof. Er ist zwar alles andere als perfekt, doch das soll die Aktion ja letztendlich symbolisieren: Niemand ist perfekt.
Jeder ist so wie er ist und darf auch so sein.
Clara Jünemann, Luzie Hundeck 7c

