Große Leinwand, große Veränderung: Filmpreise

Wandel. Ein Thema, das in unserer Welt oft keinen Platz bekommt. Jugendliche zwischen 13 und 26 Jahren haben sich jedoch mit genau diesem Thema beschäftigt. Mit dem zunehmenden Wandel unserer Welt. Sie haben es geschafft, uns einen Einblick in ihre Gedanken zu einem so wichtigen Thema zu gewähren… Ihre Filme, die sie in monatelanger Arbeit hergestellt hatten, kamen jetzt endlich zu ihrem Recht. Auch unsere Film AG, bestehend aus Ilias, Theo, Niklas, Ella, Marielle und Noah hatte ihren Film „Blömche“ eingereicht…

27.11.2025. Die Teilnehmer des Filmpreises „Köln Kurz“ hatten monatelang auf diesen Tag hingefiebert. Im Herzen Kölns wurde der Preis feierlich verliehen. Der kleine Saal des Freien Werkstatt-Theaters füllte sich mit Leuten. Auch Brigitta von Bülow, eine Stellvertreterin des Oberbürgermeisters, war anwesend. Sie richtete sich mit einem Grußwort an das Publikum und betonte, wie wichtig Mitsprache und Beteiligung der Jugend bei einem so generationenübergreifenden Thema sei.

Tanja Sievert von der Dr.-Jürgen-Remboldt-Stiftung hielt ebenfalls eine kurze Ansprache. Die Stiftung unterstütze den Wettbewerb bereits zum dritten Mal großzügig, indem sie einen erheblichen Teil der Preisgelder gespendet habe. „Die Filme zeigen vor allem, wie viel Kraft aber auch Kreativität in den Menschen steckt“, sagte sie und schließlich sollte es an diesem Abend um genau das gehen.

Die Preise wurden in zwei Altersklassen unterteilt. In den beiden Kategorien „Unter 18“ und „Über 18“ gab es jeweils einen ersten und zweiten Platz. Außerdem wurde ein Preis für den Film mit den meisten Likes und Aufrufen verliehen.

„Muhammed: schwul, zwangsverheiratet – und endlich frei.“ Eine wahre Geschichte, die berührt und Mut macht. Die Lebensgeschichte eines jungen Mannes, der aufgrund von familiärem und sozialem Druck aus seiner Zwangsehe geflohen ist, um so zu sein, wie er ist. In den sozialen Medien erhielt der Film der queeren Jugendzentrum Köln hunderte Likes und unzählige Aufrufe. Ein eindeutiger Gewinner des Publikumspreises.

In der Kategorie „Unter 18“ ging der 1. Platz an „Pangäa – Zusammen losmachen“. Ein bewegender Kurzfilm der Offenen Schule Köln, in dem Kinder mit Behinderung im Mittelpunkt stehen. Aus Angst vor Veränderung werden Wünsche für Veränderung. „Es wäre so viel einfacher, keine Blicke zu ertragen, keine unangenehmen Begegnungen. Einfach nur verschwinden“ „Kennst du das Gefühl wertlos zu sein? Es tut weh.“ „Es ist, als ob meine Worte nie genug sind, als ob das was ich fühle, nicht zählt“. Zitate vonSchülern, die von ihrem Alltag berichten…

Und: Tata!! Den 2. Platz in der Kategorie sicherte sich die Film AG unserer Schule mit dem Film „Blömche“!!

Eine Blume begibt sich auf die Reise durch den Großstadtdschungel Köln und merkt dabei, dass die Stadt eher einer trostlosen Betonlandschaft ähnelt als einem lebhaften Dschungel. Der Film ruft zu mehr Grünflächen in Köln auf. Wandel kann nämlich nur gelingen, wenn die vorhandenen Mittel richtig eingesetzt werden.

In der Kategorie „Über 18“ ging der 1. Platz an den Beitrag „Entscheidend sind die Menschen“ von der Gesamtschule Holweide. Der Zustand des 50 Jahre alten Schulgebäudes wurde mit viel Ironie und Humor beschrieben. Gleichzeitig wurde aber betont, dass der Zusammenhalt der Schulgemeinschaft das ist, was zählt. Der Film sorgte für viel Gelächter und Zustimmung im Saal.

„Memory“ lautet der Film, der den zweiten Platz erhielt. Eine Gruppe Jugendlicher hatte sich mit dem Thema Demenz beschäftigt. Ein sehr schwieriges und emotionales Thema. Der Film zeigt, wie Menschen mit Demenz sich in einem ständigen Wandel der Zeit befinden.

Wandel ist ein Prozess, der viele Bereiche des Lebens betrifft. Die Beiträge zeigen, dass Jugendliche den Wandel in all seinen Formen nicht nur erleben, sondern selbst mitgestalten können. Genau das haben die Mitglieder unserer Film AG gemacht: Wandel mitgestalten und erleben.
Veränderung ist nicht nur Herausforderung, sondern auch eine Chance für unsere Zukunft.

Salma Lahmoumi und Grace Geuer, 10 b