Leuchtende Flüsse, dunkle Abgründe, ein Boot, ein dreiköpfige Höllenhund und ein schwarzer Palast. Wir sind hier nicht in einem Fantasyroman oder einem Horrorfilm. Nein. Alles, was man hier sieht, gehört zu den Lapbooks meines Lateinkurses. Sie zeigen keine Fantasiewelten, sondern den ‚Hades‘, das Totenreich der alten Griechen. Zwei der faszinierenden Bastelwerke liegen hier vor uns auf dem Tisch. Tage, eher Wochen haben die beiden Gruppen gebastelt, geschrieben, gestaltet und geklebt, damit ihr Lapbook nach Bochum geschickt wird. Warum? Weil wir am Wettbewerb „Aus der Welt der Griechen“ teilgenommen haben und natürlich gewinnen wollen.

Beide Gruppen haben sich wahnsinnig viel Mühe gegeben und tolle Ergebnisse zu präsentieren. Jetzt muss unsere Lateinlehrerin, Frau Fink mit Hilfe und Beratung unseres Lateinkurses aus den Klassen 8a/8c entscheiden, welches Paket der Jury in Bochum präsentiert wird. Es fällt sehr schwer, da beide Plakatbücher Gleiches zeigen, aber auf eine völlig andere Art und Weise. Ich gehöre selbst zu einer der Gruppen. Bei unserem Lapbook wird man von einem verstorbenen Griechen durch die Unterwelt geführt und erlebt eine interaktive Reise.

Die andere Gruppe, bestehend aus drei Jungs, Janosch, Nayab und Julian, hat sehr tolle Elemente zum Selbstentdecken und zum Erkunden eingebaut, sogar zwei selbst gedrehte Filme.

Was würde der Jury in Bochum wohl besser gefallen? Das ist die große Frage. – Die Entscheidung fällt allen schwer, aber am Ende darf der ‚Hades‘ der Jungs in Bochum von der Jury unter die Lupe genommen werden. Ein großer Applaus vom Kurs ertönt für beide Gruppen. Jetzt heißt es: Daumen drücken, dass der Jury in Bochum das Lapbook genauso gut gefällt wie uns allen.
Inzwischen hat die Jury in Bochum entschieden… Leider sind wir nicht unter den Siegern. Doch das Projekt hat uns trotzdem gefallen. Eigentlich braucht man jetzt vor der Unterwelt keine Angst mehr zu haben.
Madita Hüging, 8 c

