Foto: Kaiserin-Theophanu-Schule

Katholische Religionslehre an der KTS

Gerade angesichts der sehr pluralen Schülerschaft an der KTS mit Kindern verschiedenster kultureller Herkunft und unterschiedlichen Vorerfahrungen im Bereich von Religion und Ethik gewinnt das Fach Katholische Religionslehre eine besondere Bedeutung.
Hier ist Raum, sich über sein eigenes Sein und seine eigene Lebensgestaltung im Blick auf die Zukunft und deren sinnvolle und sinngebende Gestaltung Gedanken zu machen. Zugleich wird neben der Ich- auch immer die Wir-Perspektive in den Blick genommen und neben dem Unterscheidenden auch das Verbindende. Den christlichen Sinnhorizont kennenzulernen, sich dazu bewusst zu positionieren, um dann im Dialog mit anderen Konfessionen und Religionen Verbindendes und Trennendes diskutieren zu können, trägt wesentlich zur persönlichen und staatsbürgerlichen Reife in einer demokratisch bestimmten Gesellschaft bei.
Ausgehend von den Kompetenzen, religiöse Phänomene im Alltag erst einmal zu entdecken, sie zu beschreiben, vertiefend zu problematisieren, mit der Wahrnehmung anderer und christlicher Dokumente in Verbindung zu bringen, begründet und kritisch darüber zu urteilen, um letztlich mit Verstand und einem persönlichen Standpunkt diskurs- und handlungsfähig zu werden, hat die Fachkonferenz Katholische Religionslehre den Anspruch, dies so schülerorientiert und aktivierend wie möglich anzubahnen.
Dabei kooperiert sie eng mit den Fächern Evangelische Religionslehre, Philosophie und Praktische Philosophie. Die Vorerfahrungen der Schülerinnen und Schüler zu diagnostizieren, ihre Interessen zu erfassen und die Inhalte dieser Ausgangslage anzupassen und zu vernetzen, bildet den Anfang eines jeden Unterrichtsvorhabens.
Ausgehend von wirklichkeitsnahen Anforderungssituationen, die Heranwachsende im Alltag erleben können, werden Fragehaltungen und Lerninteresse geweckt, um sie durch verschiedenste Materialien, Medien oder über externe Lernorte differenziert und vertiefend in einen persönlichen Reflexionsprozess und einen Erkenntnisgewinn überzuleiten, an dessen Ende die altersgemäße Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler stehen soll.
„Altersgemäß“ meint hier, dass bestimmte Kompetenzen und Inhaltsfelder im Laufe der Sekundarstufen I und II wiederkehren und entwicklungsgemäß vertieft und differenziert werden. Die Fragestellungen werden komplexer, das Abstraktionsniveau höher und die erwarteten Kompetenzen größer.
Neben dem unterrichtlichen Lernprozess ergänzen spirituelle Angebote, wie Besinnungsstunden, adventliche Feiern, Pausenmeditationen oder Pilgerprojekte die Erfahrungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler im religiösen Kontext. Auch im sozialen Bereich sollen die Heranwachsenden dazulernen. An den Sozialen Tagen, in der Ägyptengruppe oder während der 72-Stunden-Aktion haben sie Gelegenheit, live zu erleben, was christliches Füreinander bedeutet und wie gut es sich anfühlt, geholfen zu haben.

Schwerpunkte der Arbeit in der Sek I:
Hier nun die Unterrichtsvorhaben für die Sekundarstufe I im Überblick. Wer es genauer wissen möchte, kann sich zum offiziellen schulinternen Curriculum, das sich am neuen Kernlehrplan Sek I orientiert, weiterklicken:

Die Unterrichtsvorhaben orientieren sich an den im Kernlehrplan ausgewiesenen Kompetenzerwartungen und bewegen sich in jedem Jahrgang in folgenden sechs Inhaltsfeldern:

  • Menschsein in Freiheit und Verantwortung
  • Sprechen von und mit Gott
  • Bibel als „Ur-kunde“ des Glaubens an Gott“
  • Jesus der Christus
  • Kirche als Nachfolgegemeinschaft
  • Weltreligionen und andere Wege der Sinn-und Heilssuche

Stufe 5:

Unterrichtsvorhaben A: Der Mensch als Geschöpf Gottes und als soziales Wesen Unterrichtsvorhaben B: Die Bibel – Aufbau, Inhalte und Gestalten Unterrichtsvorhaben C: Die Botschaft Jesu in seiner Zeit und Umwelt Unterrichtsvorhaben D: Bildliches Sprechen von Gott

Stufe 6:

Unterrichtsvorhaben A: Der Mensch als Mitgestalter der Welt Unterrichtsvorhaben B: Grundzüge der abrahamitischen Religionen Unterrichtsvorhaben C: Gebete und Zeichenhandlungen
Unterrichtsvorhaben D: Jesus - jüdischer Reformator
Unterrichtsvorhaben E: Die Anfänge der Kirche

Stufe 7:

Unterrichtsvorhaben A: AT: Exodus – der befreiende Gott
Unterrichtsvorhaben B: Kirchengeschichte: die Kreuzzüge
Unterrichtsvorhaben C: Sprache der Religion: Die Entstehung der Evangelien Unterrichtsvorhaben D: Jesu Selbstverständnis + Programm: Bergpredigt/ Wundergeschichten
Unterrichtsvorhaben E: Christen in der Nachfolge: z.B. von Assisi, Katharina von Siena
Unterrichtsvorhaben F: Geschaffen als Mann und Frau: Freundschaft, Liebe, Sexualität

Stufe 8:

Unterrichtsvorhaben A: AT: Propheten als Wegweiser – früher und heute / falsche Propheten
Unterrichtsvorhaben B: NT: Reich-Gottes-Lehre / Utopien / Fundamentalismus Unterrichtsvorhaben C: Kirche und Glaube: Im Einsatz für den Nächsten Unterrichtsvorhaben D: Kirchengeschichte (Luther / Reformation) – Ökumene heute
Unterrichtsvorhaben E: Ethik / Anthropologie: Freiheit und Verantwortung Unterrichtsvorhaben F: Religion / Konfession: das Judentum

Stufe 9:

Unterrichtsvorhaben A: AT / NT: Schuld und Verantwortung; Ethik / Anthropologie: Gewissen als Kompass des sittlichen Handelns Unterrichtsvorhaben B: Portfolio Projekt „Die Zehn Gebote – damals und heute“ – christliche Ethik im 21. Jahrhundert; das Projekt Weltethos Unterrichtsvorhaben
C: Kirchengeschichte: Kirche im Nationalsozialismus; Christen in der Nachfolge Unterrichtsvorhaben D: Menschliche Grunderfahrungen: Leid und Tod / Tod und Auferstehung
Unterrichtsvorhaben E: Religion / Konfession: Fernöstliche Religionen Unterrichtsvorhaben F: Formen des Redens zu Gott: Gebet – Liturgie - Meditation Neue Lehrpläne in der

 

Schulinternes Curriculum Klasse 5

Schulinternes Curriculum Klasse 6

Schulinternes Curriculum Klasse 7

Schulinternes Curriculum Klasse 8

Schulinternes Curriculum Klasse 9

Sek II

Hier finden Sie die Vorgaben für die Einführungsphase, die ab dem Schuljahr 2014/15 gelten. Die Unterrichtsvorhaben für die sich daran schließende Q1 und Q2 befinden sich derzeit in Überarbeitung, da der neue Kernlehrplan für die Sek II gerade erst eingeführt wurde. Das schulinterne Curriculum hierzu wird bis zum Schuljahresbeginn auf der Homepage ergänzt. Für die kommende Q1 und Q2 gilt noch der alte Lehrplan von 1999. Auf der Grundlage der Einheitlichen Prüfungsanforderungen für das Zentralabitur (EPA) der Kultusministerkonferenz wird jedoch auch in diesen Stufen die Arbeit der Sekundarstufe I vertieft und inhaltlich wie methodisch erweitert und ein Kompetenzzuwachs bis zum Abiturniveau angebahnt. Das alte schulinterne Curriculum, das nur noch für die kommende Q1 und Q2 gilt können sie hier einsehen.

 

 

Rahmenbedingungen und Schwerpunkte der fachlichen Arbeit in der Sekundarstufe II

Die Fachkonferenz Katholische Religionslehre besteht derzeit aus 3 Religionslehrerinnen, Frau Gocke, Frau Spang und Frau Vogel. Auch in der Sekundarstufe II ist eine Kooperation mit der Fachkonferenz Evangelische Religionslehre, die derzeit aus Frau Heinzerling, Frau Pethke und Herrn Seemann besteht, unabdingbar, da wir für die Unterrichtsreihen, die in den Kernlehrplänen beider Konfessionen angelegt sind, Material gemeinsam vorbereiten. Zudem bauen wir die Unterrichtsvorhaben in der Qualifikationsphase so auf, dass eine Zusammenlegung der verbleibenden Schülerinnen und Schüler in der Q2 und im Abitur für niemanden Nachteile oder Wissenslücken bewirkt.

Neben der zu Beginn der Einführungsphase stattfindenden allgemeinen Einführung in das methodische Arbeiten in der Oberstufe, erfolgt im Fach Katholische Religionslehre eine fachspezifische Methodenschulung in den Bereichen Recherche, Textarbeit, Methoden der Bibelauslegung, Methoden der Bilderschließung und performative Erschließungsmethoden. Zudem werden verschiedene Diskussionsmethoden, Präsentationstechniken sowie die für schrifliche Leistungsüberprüfungen gängigen darstellenden und analytischen Formen eingeübt. Fach- und themengebundene Exkursionen haben einen festen Platz im Ausbildungsgang der Oberstufe.

So erfolgt in der Einführungsphase zum Thema „Wahrnehmung von Religion in unserer Zeit und Welt“ ein Stationenlernen an Kölner Stationen, die Phänomene gegenwärtiger Religiosität im modernen Kontext repräsentieren.
Auch im Bereich „Orientierung finden – wie wir verantwortlich handeln können“ bieten sich Gruppenexkursionen zu karitativen Projekten oder Sharing- und Fair Trade-Aktionen im Kölner Raum an.
Hier bietet die Zusammenarbeit mit den Gemeinden St.Theodor, Vingst und der evangelischen Gemeinde in Kalk viele Erfahrungsmöglichkeiten im karitativ-sozialen Bereich.
Da sich die Schülerschaft der Oberstufe, genau wie die der Stufen der Sek I aus unterschiedlich religiös sozialisierten, sowie unterschiedlich kulturell geprägten und sozial privilegierten jungen Erwachsenen zusammensetzt und zudem noch ca. 20 % neue Schüler aus anderen Schulformen in der Sekundarstufe II hinzukommen, sind die Inhalte, die im Curriculum der KTS für diese Stufen vorgesehen sind außerordentlich lebensnah und an echten Lernbedürfnissen der Altersgruppe orientiert.

Die Einführungsphase

Nach einem Einstiegsthema, in dem sich die SuS mit ihrer eigenen religiösen Biographie, ihrem Glauben und ihren Zweifeln, ihrer Ablehnung und Auflehnung und ihren Fragestellungen rund um das Thema Glauben und der Wahrnehmung von Religiosität und Funktionen von Religion in ihrem pluralen Umfeld befassen, wird als nächstes die Frage nach den verschiedenen Dimensionen der Wirklichkeit (naturwissenschaftlich / religiös) und dem Verhältnis dieser Dimensionen in der eigenen Wahrnehmung und der anderer gefragt. Hier nimmt die Frage nach verschiedenen Möglichkeiten der Weltdeutung einen besonderen Stellenwert ein. Mit diesen Vorüberlegungen gehen die SuS in einem weiteren Unterrichtsvorhaben dann an biblische Texte, hier v.a. anthropologisch bedeutsame Texte aus Genesis und Exodus heran und lernen an ihnen verschiedene Auslegungsmethoden kennen, die die verschiedenen Wirklichkeitsdimensionen biblischer Texte berücksichtigen. So kann die Bedeutsamkeit dieser Texte für den historischen und gegenwärtigen sowie den individuellen Kontext deutlich werden.
Mit einem Schwerpunkt auf filmischem Unterrichtsmaterial und filmischen Präsentationsmethoden schließt sich dann eine Unterrichtsreihe zur Geschöpflichkeit und Gottesebenbildlichkeit des Menschen an, die auch die Verantwortlichkeit des Menschen für die ihm anvertraute Schöpfung im Blick hat.
Zum Ende der Einführungsphase werden kontrovers diskutierte ethische Konfliktfelder aufgezeigt, sachlich unterfüttert und sodann die Argumentations- und Urteilsfähigkeit der Sus ausgebaut und im Unterricht oder in echten Diskussionsforen erprobt. Themendifferenzierte Exkursionen und Recherchen zu sozial wirksamen Initiativen im Umfeld der Schule sowie die eigene Gestaltung einer Unterrichtsstunde mit Präsentations- und Diskussionsanteilen bilden den Abschluss der Arbeit in der Einführungsphase.

Die Qualifikationsphase

Die Unterrichtsvorhaben in der Qualifikationsphase bauen auf den inhaltlichen und methodischen Grundlagen der Einführungsphase auf. Hier werden die Frage der lebenspraktischen und glaubenspraktischen Relevanz der christlichen Botschaft, die gesellschaftliche, politische, ökonomische und ökologische Konsequenz aus dem bereits in der EF angesprochenen christlichen Ethos und dem Selbstverständnis des einzelnen und der Kirche als Nachfolgende bzw. Nachfolgegemeinschaft im Kontext der christlichen Botschaft aufgeworfen, diskutiert, relevante Sachkompetenz erweitert und Urteilskompetenz angebahnt. Auch die Frage nach biblischen Gottesbildern bis hin zum Bild des Gekreuzigten und Auferstandenen und nach ihrer Bedeutung und verwandelnden Kraft für uns Menschen wird in der Qualifikationsphase mehrfach aufgeworfen und so die Auseinandersetzung der SuS mit dem eigenen Gottesbild und der eigenen Rezeption fremder Gottesbilder angelegt sowie eine eigene individuelle und vorläufige Positionierung der SuS intendiert. Auch die Möglichkeit der Gottesbestreitung sowie die Suche nach Gott angesichts von Leiderfahrungen wird von SuS der Oberstufe sehr ernsthaft und fundiert diskutiert.
Was Zukunftsgestaltung, sinnvolles Leben und Erlösung von Leid im modernen gesellschaftlichen und christlichen Horizont bedeuten können, soll ebenfalls Thema der Überlegungen im Religionsunterricht der Qualifikationsphase sein.
Über die drei Jahre hinweg wird für die SuS dabei immer deutlicher werden, wie stark vernetzt die Inhalte im Fach Katholische Religionslehre sind und wie sich sachliche, methodische und argumentative Kompetenzen über die Zeit ergänzen, gegenseitig erweitern und vertiefen.

Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit

Die folgenden fachmethodischen und fachdidaktischen Grundsätze bestimmen die Arbeit im Fach Katholische Religionslehre an der KTS:
Der Religionsunterricht an unserer Schule will dialogisch mit den Schülerinnen und Schülern die Sinnperspektive von Geschichten, Symbolen und Denkwegen christlicher Traditionen erschließen und ihnen im Unterricht die Freiheit eröffnen, sich mit dieser Sinn-Sicht vor dem Hintergrund ihrer Biographie (aneignend, ablehnend oder transformierend) auseinanderzusetzen, in der Hoffnung, dass sie einen eigenen Lebensglauben aufbauen und dass sich dieser Prozess auswirkt auf ihre Wahrnehmung der Welt wie den Umgang mit ihr und - vielleicht (als erwünschte Wirkung, nicht als Absicht) – in der Beheimatung in der christlichen Tradition, zumindest aber in einem respektvollen Umgang mit ihr.
In der Ausrichtung unseres Religionsunterrichts orientieren wir uns an Merkmalen eines guten Religionsunterrichts innerhalb des Bildungsauftrags der öffentlichen Schulen. Zudem folgen wir den Ausführungen in Kapitel 1 des Kernlehrplans für die Sekundarstufe II („Aufgaben und Ziele des Faches“).

Überfachliche Grundsätze:
• Geeignete Problemstellungen zeichnen die Ziele des Unterrichts vor und bestimmen die Struktur der Lernprozesse.
• Inhalt und Anforderungsniveau des Unterrichts entsprechen dem Leistungsvermögen der Schüler/innen.
• Die Unterrichtsgestaltung ist auf die Ziele und Inhalte abgestimmt.
• Medien und Arbeitsmittel sind schülernah gewählt.
• Die Schüler/innen erreichen einen Lernzuwachs.
• Der Unterricht fördert eine aktive Teilnahme der Schüler/innen.
• Der Unterricht fördert die Zusammenarbeit zwischen den Schülerinnen sowie Schülern und bietet ihnen Möglichkeiten zu eigenen Lösungen.
• Der Unterricht berücksichtigt die individuellen Lernwege der einzelnen Schüler/innen.
• Die Schüler/innen erhalten Gelegenheit zu selbstständiger Arbeit und werden dabei unterstützt.
• Der Unterricht fördert strukturierte und funktionale Partner- bzw. Gruppenarbeit.
• Der Unterricht fördert strukturierte und funktionale Arbeit im Plenum.
• Die Lernumgebung ist vorbereitet; der Ordnungsrahmen wird eingehalten.
• Die Lehr- und Lernzeit wird intensiv für Unterrichtszwecke genutzt.
• Es herrscht ein positives pädagogisches Klima im Unterricht.

Es wird auf das Einhalten von Regeln, bewährten Gewohnheiten und Ritualen geachtet, mit Störungen wird deeskalierend umgegangen. Fachliche Grundsätze: Der Religionsunterricht an unserer Schule orientiert sich an Grundsätzen der Korrelationsdidaktik und dem Prinzip der Elementarisierung. Der Religionsunterricht an unserer Schule folgt dem Ansatz des kinder- und jugendtheologischen Arbeitens. Der Religionsunterricht berücksichtigt Grundelemente kompetenzorientierten Unterrichtens (Diagnostik, lebensweltliche Anwendung, Übung und Überarbeitung, Metakognition etc.), um nachhaltig ein auf Lebenspraxis beziehbares „Glaubenswissen“ zu fördern.

Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung

Auf der Grundlage von § 48 SchulG, § 13 f. APO-GOSt sowie Kapitel 3 des Kernlehrplans hat die Fachkonferenz im Einklang mit dem entsprechenden schulbezogenen Konzept die nachfolgenden Grundsätze zur Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung beschlossen:

Der besondere Charakter des Faches Katholische Religionslehre als ordentlichem Unterrichtsfach besteht in der mitunter spannungsvollen Beziehung zwischen den persönlichen Überzeugungen jedes Schülers bzw. jeder Schülerin und der Wissensvermittlung und intellektuellen Reflexion darüber, die im Unterricht ermöglicht werden. Deshalb wird zunächst klargestellt, dass im Katholischen Religionsunterricht ausschließlich Leistungen und niemals der persönliche Glaube oder die Frömmigkeit als Bewertungsgrundlage dienen können. Die Wertschätzung geht der Leistungsmessung voraus. Leistungsbewertung und -rückmeldung beziehen sich auf den Erreichungsgrad der im Kernlehrplan ausgewiesenen Kompetenzen; im Fach Katholische Religionslehre wird durch die Vermittlung der grundlegenden Bereichen Sach -, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenz eine religiöse Kompetenz angestrebt. Leistungsbewertung findet in einem kontinuierlichen Prozess statt und bezieht sich auf alle von den Schülerinnen und Schülern im unterrichtlichen Zusammenhang erbrachten Leistungen. Dazu zählen:

Klausuren
Sonstige Mitarbeit

Beide Bereiche werden am Ende des Schulhalbjahres einzeln zu einer Note zusammengefasst und gleichermaßen gewichtet. Verstärkt sollen Formen der Leistungsmessung angewandt werden, die den individuellen Lernzuwachs des Schülers /der Schülerin berücksichtigen. Besonderen Wert haben Formen der Metakognition, bei denen die Schülerinnen und Schüler als Subjekte des eigenen Lernens dazu befähigt werden, kriteriengeleitet eigene und gemeinsame Lernergebnisse und Lernwege zu reflektieren. Auch in der Sekundarstufe II muss es leistungsfreie Räume geben, da sie gerade für den Religionsunterricht wertvolle und unverzichtbare Möglichkeiten eröffnen.

Der Bereich „Sonstige Mitarbeit“ Zum Bereich „Sonstige Mitarbeit“ zählen:

• Beiträge zum Unterrichtsgespräch
• Hausaufgaben
• Referate
• Protokolle
• Projekte
• weitere Präsentationsleistungen

Anforderungen und Kriterien zur Beurteilung der Beiträge zum Unterrichtsgespräch:
• Die Bereitschaft und die Fähigkeit sich auf Fragestellungen des Religionsunterrichts einzulassen, Gesprächsbeiträge strukturiert und präzise, unter Verwendung der Fachsprache zu formulieren,
• Fragen und Problemstellungen zu erfassen, selbstständig Frage- und Problemstellungen zu entwickeln und Arbeitswege zu planen,
• den eigenen Standpunkt zu begründen, zur Kritik zu stellen und ggf. zu korrigieren,
• Beiträge anderer aufzugreifen, zu prüfen, fortzuführen und zu vertiefen,
• Fachkenntnisse einzubringen und anzuwenden, z.B. durch Vergleich und Transfer,
• methodisch angemessen und sachgerecht mit den Lerngegenständen umzugehen,
• mit den anderen zielgerichtet und kooperativ zu arbeiten,
• zu kritischer und problemlösender Auseinandersetzung,
• Ergebnisse zusammenzufassen und Standortbestimmungen vorzunehmen.

Die Grundsätze der Leistungsbewertung werden den Schülerinnen und Schülern immer zu Schuljahresbeginn, bei Lehrerwechsel auch zu Halbjahresbeginn mitgeteilt. Ein Hinweis dazu wird im Kursbuch vermerkt; die Erziehungsberechtigten werden im Rahmen der Elternmitwirkung informiert. Für den Bereich „Sonstige Mitarbeit“ erhalten die Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Oberstufe eine Übersicht zu Kriterien und Prinzipien der Beurteilung. Eine Leistungsrückmeldung erfolgt auf Wunsch des Schülers/der Schülerin jederzeit, spätestens zum Quartalsende.

Klausuren

Die Fachkonferenz Katholische Religionslehre vereinbart in Bezug auf Klausuren:

Dauer und Anzahl der Klausuren in der EP: eine Klausur pro Halbjahr; zweistündig in der QP: zwei Klausuren pro Halbjahr; zwei- oder dreistündig Als Aufgabentyp wird vor allem die Textaufgabe gewählt, da diese z.Zt. allein abiturrelevant ist, d.h.: Erschließung und Bearbeitung biblischer und anderer fachspezifischer Texte; unter Nachweis inhalts- und methodenbezogener Kenntnisse und Beachtung sprachlicher und formaler Richtigkeit Die Beurteilung erfolgt durch ein kriterienorientiertes Bewertungsraster (Punktesystem). Die Aufgabenformulierungen entsprechen der für die Abiturprüfung vorgesehenen und den Schülern zu Beginn der EP in Übersichtsform ausgehändigten Operatoren des Faches Katholischer Religionslehre. Alle Anforderungsbereiche werden in der Aufgabenstellung abgedeckt. Inhalts- und Darstellungsleistungen werden gemäß der Vorgaben des Zentralabiturs im Verhältnis 80% zu 20% gewertet. Die Kriterien der Darstellungsleistungen entsprechen den Vorgaben des Zentralabiturs. Innerhalb des ersten Jahrgangs der Q-Phase kann die erste Arbeit im zweiten Schulhalbjahr durch eine Facharbeit ersetzt werden; für deren Anfertigung gelten die kommunizierten und schriftlich fixierten Hinweise. Als Hilfe für die Bewertung der Facharbeiten gelten die auf der Basis der Hinweise für die Schülerinnen und Schüler formulierten Beurteilungsfragen. Das Anfertigen von Klausuren wird – in Teilbereichen – im Unterricht eingeführt und geübt.

Lehr- und Lernmittel

Im Unterricht wird mit ausgewählten Texten gearbeitet. Ein Lehrwerk ist nicht eingeführt. Sollte in Zukunft ein Lehrwerk verbindlich eingeführt werden, dient das Verzeichnis der zugelassenen Lernmittel für das Fach Katholische Religionslehre zur Orientierung: www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Unterricht/Lernmittel/Gymnasiale_Oberstufe/index.html