Foto: Kaiserin-Theophanu-Schule

Hausaufgabenkonzept der KTS

Ausgangspunkte der im Folgenden dargelegten Vereinbarungen sind der gültige Hausaufgabenerlass sowie Diskussionen in Arbeitsgruppen, Konferenzen und schulischen Gremien. 

1) Allgemeine Funktionen von Hausaufgaben

 Hausaufgaben sind wichtiger Bestandteil schulischen Lernens. Sie können und sollten folgende Funktionen übernehmen: 

- Förderung von individuellem Lernen und Selbstständigkeit.

- Stärkung von Selbstbewusstsein und Motivation der Schülerinnen und Schüler. 

- Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit.

- Festigung von Kenntnissen und Fertigkeiten.

- Vorbereitung von Prüfungen (Klassenarbeiten, Tests, mündliche Prüfungen). 

 2) Langtage und verkürzte Schulzeit 

Die Umstellung auf die verkürzte Schulzeit (G8) wie auch auf das schulpezifische Doppelstundenmodel erfordern eine Präzisierung und Veränderung von Absprachen. Der Wegfall von Hausaufgaben an Langtagen wie auch die zeitliche Konzentration des Fachunterrichts machen längerfristige Planungen auf Seiten der Unterrichtenden wie auch der Schüler und Eltern unabdingbar, damit Belastungsspitzen vermieden werden. Veränderte Formen wie Wochenplanarbeit oder projektartiges Arbeiten können diese Anforderungen erfüllen, bedürfen aber geeigneter Rahmenbedingungen. 

3) Absprachen und Organisation 

Grundlegende Aspekte zur Funktion wie zur Organisation von Hausaufgaben werden im Unterricht und in den Klassenpflegschaften - besonders in den Jahrgängen 5 und 6 - erarbeitet bzw. thematisiert. Dabei gelten folgende Leitlinien: 

- die Aufgaben sind qualitativ und quantitativ angemessen und bekommen durch Einbindung in das Unterrichtsgeschehen Sinn 

- motivierende Würdigung und Wertschätzung von Hausaufgaben zielen auf eine positive Lernathmospäre, die Entwicklung zu Selbstständigkeit und Eigen- verantwortung ist Voraussetzung für z. B. Wochenplan- oder Projektarbeit 

- die Aufgabenstellung wird transparent gemacht und gesichert (z. B. durch schriftliche Fixierung an der Tafel, Führen eines Hausaufgabenheftes etc.) 

- die Gesamtbelastung durch häusliche Arbeit bleibt im Blickfeld und damit unter Kontrolle: Die Kollegen einer Klasse treffen Absprachen bzgl. des zeitlichen Umfangs, die Aufgaben werden jeweils zu der Stunde eingetragen, in der sie verfertigt sein sollen. Werden keine Hausaufgaben gestellt, sollte dies durch einen Strich für die entsprechende Folgestunde kenntlich gemacht werden 

- auch für längerfristig angelegte häusliche Arbeiten wie z. B. Projektarbeiten wird ein eindeutiger Zeitrahmen vereinbart, dessen Einhaltung für alle Beteiligten verbindlich ist 

4) Verantwortlichkeiten 

Neben den angesprochenen Funktionen treffen die Lehrerinnen und Lehrer Absprachen in den Fachkonferenzen wie in den Jahrgangsteams. Sie sorgen für die Kontrolle von Hausaufgaben und binden die Eltern - vor allem bei häufig fehlenden oder unvollständig erledigten Hausaufgaben - ein. 

Die Schülerinnen und Schüler notieren Aufgabenstellungen gewissenhaft und erledigen sie zum vorgegebenen Zeitpunkt. Unklarheiten und Verständnisschwierigkeiten, die bei der häuslichen Arbeit auftreten, werden in schriftlicher Form möglichst exakt dokumentiert. Werden Hausaufgaben nicht zum vorgegebenen Zeitpunkt angefertigt, so sind sie in der Folgestunde unaufgefordert nachzureichen. 

Hausaufgaben sollten von den Schülerinnen und Schülern selbstständig und ohne Hilfe erstellt werden. Eltern können gerade jüngeren Schülerinnen und Schülern helfen, geeignete räumliche und zeitliche Strukturen zu finden, die eine ruhige und konzentrierte Arbeit ermöglichen. Phasenweise kann es auch sinnvoll sein, wenn Eltern die Erledigung der Hausaufgaben kontrollieren. 

Stand 27.04.12